Immer mehr Kinder leiden an Karies!

Es geht ein Aufschrei durch die zahnärztliche Vereinigung, denn die Zahl der Kleinkinder, die unter Karies leiden, steigt stetig. Es ist erschreckend, dass Kinder bereits unter drei Jahren ein erstes Loch im Zahn haben. Das gab es vor ein paar Jahrzehnten in diesem Umfang noch nicht. Um diesem Trend Einhalt zu gebieten, starten immer wieder neue Projekte vor allem an den Kindertagesstätten, um Kindern die Zahngesundheit und die richtige Mundhygiene zu erklären.

Was hat sich verändert, dass Kinder immer öfter unter schlechten Zähnen leiden? Wir geben die Antworten.

Nuckelflasche, Nuckelbecher und das ewige Dauerlutschen

Der Grundstein wird leider schon im ersten Lebensjahr gelegt. Viele Eltern sind schlichtweg zu bequem geworden. Gibt es doch jetzt so viele tolle Produkte, die dem Kind angeblich alles erleichtern. Anfangen tut es in der Regel mit den Trinkflaschen und den weichen Saugern. Diese sind eigentlich nur für Babys gedacht und sollten spätestens dann verschwinden, wenn das Kind selbstständig sitzen kann und in der Lage ist, einen Becher mit den Händen zu halten. Doch stattdessen setzen einige Eltern lieber auf Trinkflaschen mit neuem Aufsatz, der angeblich besser für die Kinder, aber eigentlich schlecht für die Zähne ist! Was nämlich viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass durch das Saugen und Nuckeln die Flüssigkeiten regelrecht die Zähne umspülen. Richtig gefährlich wird es dann, wenn es zuckerhaltige Getränke sind. Wie sollte es auch anders sein, die meisten Kleinkinder trinken lieber süße Säfte. Für Eltern ist es meist einfacher nachzugeben, anstatt konsequent zu bleiben.

Nicht nur Karies droht, sondern auch ein massiver Schiefstand der Zähne. Denn vor allem Kinder, die sehr lang einen Nuckel benutzen, verschieben unbewusst die vorderen Schneidzähne.

Fast Food und Co setzen dem Ganzen die Krone auf

Damit noch lange nicht genug. Aus Bequemlichkeit haben leider viele verlernt, selbst und vor allem frisch zu kochen. Da wird lieber auf fertige Produkte zurückgegriffen und darin stecken unglaublich viele Süßstoffe – das wiederum ist natürlich nicht gut für die Zähne.

Zwischendurch gibt es noch lecker Schokolade, Kaubonbons und anderer Süßigkeiten. Das Kind ist zufrieden, die Eltern haben ihre Ruhe und der Zahnarzt erlebt das blanke Entsetzen.

Es ist gewiss nicht immer möglich, im hektischen Alltag täglich frisch zu kochen. Aber es sollte doch die Ausnahme bleiben, dass Fertigessen auf dem Tisch landet. Zudem gibt es viele Gerichte, die gesund und ganz flink gekocht sind. Eine Reispfanne mit etwas Paprika und Hühnchen ist kein Hexenwerk. Mischgemüse mit Kartoffeln sind ebenfalls schnell zubereitet und alles andere als ungesund.

Je eher Kinder eine frische Küche erleben, desto selbstverständlicher ernähren sie sich später ebenfalls bewusster und das ist für die Zähne enorm wichtig.

Kostenfalle Zahnarzt – wenn teurer Zahnersatz ansteht

Die Milchzähne sind zum Glück die Platzhalter und werden im Laufe der Kindheit von den bleibenden Zähnen ersetzt. Kommt es jedoch bei den bleibenden Zähnen vermehrt zu Karies, droht früher oder später ein Zahnersatz und dieser ist teuer. Eine private Zahnzusatzversicherung wird daher inzwischen von vielen Zahnärzten empfohlen. Denn die Krankenkassen übernehmen leider nur die Standardleistungen und diese liegen meist nicht im Interesse der Betroffenen. Niemand möchte heute noch einen Metallzahn sehen, sondern viel lieber einen natürlichen Zahnersatz bekommen. Und dieser kostet ordentlich Geld. Um nicht an das Ersparte zu müssen, lohnt sich der Abschluss einer solchen Versicherung in jedem Fall.

Fazit

Nicht immer lassen sich Schäden an den Zähnen vermeiden. Aber wer bereits bei seinen Kindern darauf achtet, dass sie sich gesund ernähren und eine gute Mundhygiene erlernen, dann stehen die Chancen ganz gut, dass es nicht zu schlimm wird. Denn Zahnersatz geht in der heutigen Zeit wirklich sehr ins Geld.